Hiermit bestätige ich, dass ich einen medizinischen oder pharmazeutischen Beruf ausübe [Ärzt*in, Apotheker*in, Pharmazeutisch-technische*r Assistent*in (PTA), Medizinische*r Fachangestellte*r (MFA)].
BadgesStudien
Autor*in Studienreferat
Dr. Maddalena Angela Di Lellis, Tübingen
Originalpublikation
Jelinek T et al. The Tolerability of the Dengue Vaccine TAK-003 (Qdenga®) in German Travelers: The Results of a Prospective Survey. Trop Med Infect Dis 2025; 10:352
Fazit
Insgesamt verabreichten die Wissenschaftler 56.459 TAK-003-Dosen und erhielten 11.827 (39,0 %) anonyme Informationen. Eine frühere Dengue-Infektion gaben 4,8 % der Probanden an. Zu den Reisezielen gehörten 181 Länder, wobei die 3 am häufigsten genannten Thailand, Indonesien und Indien waren. Insgesamt 47,5 % der Probanden gaben ein Auftreten lokaler AE, 41,4 % systemischer AE an. Die meisten systemischen AE traten in der zweiten Woche nach der Impfung auf und waren von kurzer Dauer (~1-3 Tage). Zu den häufigsten AE gehörten lokale Schmerzen bei 72,2 % der Probanden, lokale Schwellungen bei 61,3 %, lokale Hautrötungen bei 47,2 %, grippeähnliche Symptome bei 58,4 %, Müdigkeit bei 59,6 %, Fieber bei 79,5 %, Gelenkschmerzen bei 59,0 % und Muskelschmerzen bei 64,7 %. Hautausschläge (76,3 %) und Juckreiz (81,6 %) hielten bis zu 7 Tage an. Hinsichtlich des Schweregrads stuften die Experten die meisten lokalen Ereignisse als sehr schwach, schwach oder mittel ein. Systemische Nebenwirkungen zeigten sich teils als stark oder sehr stark: starke grippeähnliche Symptome bei 24,2 % bzw. sehr starke Symptome bei 7,4 % der Probanden, Müdigkeit bei 22,9 % bzw. 6,6 %, Fieber bei 26,7 % bzw. 9,6 %, Gelenkschmerzen bei 22,4 % bzw. 11,0 %, Muskelschmerzen bei 16,8 % bzw. 6,9 %, Hautausschlag bei 25,0 % bzw. 13,9 %, Juckreiz bei 14,6 % bzw. 6,6 % sowie „Sonstiges“, hier vor allem Kopfschmerzen, bei 29,2 % bzw. 13,6 %. 5 Probanden berichteten über Nebenwirkungen, die potenziell als schwerwiegende AE eingestuft werden könnten: ein Hashimoto-Rückfall, das erstmalige Auftreten einer Hyperthyreose, Myokarditis, sterile Meningitis und Thrombosen in beiden Beinen. 564 Probanden gaben an, vor der Impfung eine Dengue-Infektion durchgemacht zu haben. Im Vergleich zu den immunologisch naiven Geimpften zeigten sich signifikante Unterschiede bei lokalen Schmerzen (42,2 % bei Vorinfektion gegenüber 48,0 % bei Naiven) sowie bei lokalen Erythemen (20,2 % gegenüber 28,0 %), während die Wissenschaftler bei anderen AE keine Unterschiede feststellten. 62,3 % der Probanden erhielten zwischen 1-4 Begleitimpfungen. Jene mit weiteren Impfungen erlitten signifikant häufiger AE als jene ohne Begleitimpfungen.